Schnee, der auf Zedern fällt

David Guterson


 
1954, eine Insel an der Nordwestküste der USA:
Der Lachsfischer Kabuo Miyamoto, japanischer Abstammung, wird des Mordes an seinem Kollegen Carl Heine angeklagt. Die beiden Männer kannten sich seit ihrer Kindheit; früher waren sie Freunde, dann verwandelte der Krieg sie in bittere Feinde.
Ishmael Chambers, der Redakteur der einzigen Zeitung der Insel, sucht nach den Hintergründen des Verbrechens. Die Aufklärung des Mordes wird für ihn eine Auseinandersetzung mit seiner eigenen Vergangenheit, denn die Frau des Angeklagten ist Hatsue, eine Jugendliebe.
Bei der Spurensuche stösst er aber auch auf die verborgenen Ressentiments zwischen Amerikanern und Japanern, die während des Krieges in offenen Hass umgeschlagen waren und in der Nachkriegszeit tiefe Narben hinterlassen haben.
 
 
 
 
 
 
 
 
Traumfänger

Marlo Morgan


 

"Traumfänger" ist die Geschichte einer Amerikanerin, die von einem Stamm australischer Aborigines zu einer Ehrung für ihre Arbeit mit jugendlichen Ureinwohnern eingeladen wird.
Nach stundenlanger Fahrt durch die Wüste bei dem Stamm der "Wahren Menschen" angekommen, teilt man ihr mit, dass sie auserkoren worden ist, an einem dreimonatigen "Walkabout" - einer Wanderung durch den australischen Busch - teilzunehmen.
Marlo Morgan hat keine andere Wahl, als dieser Einladung zu folgen, denn ihre Kleider, ihren Schmuck, ihre Papiere haben die Ureinwohner verbrannt.
Sie sieht sich ganz neuen Lebensumständen ausgesetzt: Messerscharfes Gras und Dornengestrüpp malträtieren ihre Füsse, ihre Muskeln schmerzen von den meilenlangen Märschen, und ihre helle Haut verbrennt in der gleissenden Sonne.
Da die Aborigines auf ihrem Walkabout nichts Essbares bei sich tragen, stehen Ameisen, Eidechsen, Krokodile, Käfer, Känguruhs, Maden und Wurzeln auf der Speisekarte.
Aber Marlo Morgan erfährt auch eine unerwartete Bereicherung, denn die Aborigines heissen sie als eine der ihren willkommen und werden zu einfühlsamen Lehrern.
Die "Wahren Menschen" zeigen ihr, was es bedeutet, die Begabung und die Talente, die in jedem Menschen stecken, zu achten und zu fördern. Und sie lernt, dass diese Menschen seit 50 000 Jahren in einer einzigartigen Harmonie mit der Natur leben und dieser mit Ehrerbietung gegenübertreten.
 
 
 
 
 
 
 
 

  Die weisse Löwin

Henning Mankell


 
 

In Südafrika beschliesst die Burenorganisation »Komitee«, das Ende der Apartheid mit Gewalt aufzuhalten:
Die heimtückische Ermordung Nelson Mandelas soll das Land ins Chaos stürzen. Angeheuert wird der schwarze Berufskiller Mabasha, so wird der Verdacht von den Weissen abgelenkt.
Mabasha erhält in Schweden eine Spezialausbildung durch den ehemaligen KGB-Offizier Konovalenko. Es kommt zu Spannungen zwischen den beiden, als Konovalenko eine junge Frau erschiesst.
Als Kommissar Wallander die Dimension seines Falls erkennt, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit um das Leben Mandelas und den Frieden in Südafrika.
 
 
 
 
 
 

Gottes Werk und 
Teufels Beitrag

John Irving


 

Homer ist anders als die anderen Kinder im Saint-Cloud's Waisenhaus: Er will nicht weg. Nach vier gescheiterten Adoptionsversuchen erlaubt Dr. Larch ihm daher, zu bleiben - unter der Bedingung, daß er im Waisenhaus mit angeschlossener Entbindungs- und Abtreibungsstation bei Gottes Werk - dem Entbinden - und bei Teufels Beitrag - dem Abtreiben - assistiert.
Doch das ist nur der Beginn von Homers Odyssee.
 
 
 
 
 
 

Stein und Flöte

Hans Bemmann


 

Die Geschichte von Lauscher, der falschen Freunden folgt, Unschuldige aus Ungeduld und Gedankenlosigkeit verwundet, Frauen liebt, die sich in Wolf und Falke verwandeln, jedoch von einer erlöst wird, deren Augen wie sein magischer Stein schimmern, gehört nicht in die Kategorie der Phantastischen Romane mit ihren Helden, die unverändert von Abenteuer zu Abenteuer fortschreiten. Dies ist ein Entwicklungs-, ein Bildungsroman. Lauscher sucht und lernt und zweifelt, muss das Warten lernen und die wahre Liebe, und vor allem: dass ein Mensch niemals ein Ziel erreicht, ohne nicht im gleichen Augenblick zu begreifen: "...und das ist noch nicht alles!"
 
 
 
 
 
 

Durch einen Spiegel,
in einem dunklen Wort

Jostein Gaarder


 

Zum ersten - und gleichzeitig letzten - Mal in ihrem Leben sieht sich Cecilie herausgefordert, ihre Existenz in der Welt zu durchdenken und mit ihrer Vorstellungskraft hinter das vorzudringen, was Spiegel uns als vertraute Fassade zeigen.
Ein unendlicher Kosmos tut sich ihr plötzlich hinter Wörtern und Begriffen auf, den sie nur bruchstückhaft erfassen kann.
Und trotzdem ist sie am Ende bei aller Unfertigkeit der Welt und sich selbst ein grosses Stück nähergekommen.
Ein Roman über eine ungewöhnliche Begegnung mit dem Mysterium der Schöpfung.
 
 
 
 
 
 

Der dritte Zwilling

Ken Follett


 

Dr. Jeannie Ferrami, eine junge, ehrgeizige Psychologieprofessorin, trifft im Verlauf ihrer Forschungen auf zwei junge Männer, die sich in allem aufs Haar zu gleichen scheinen.
Der eine, Steve Logan, ist ein Mann, den sie lieben könnte. Der andere sitzt als Mörder im Gefängnis.
Da wird Steve eines schrecklichen Verbrechens bezichtigt - und eindeutig als Täter indentifiziert.
Aber Steve schwört, dass er unschuldig ist. Gibt es noch einen dritten Zwilling?

In ihren Labors spielen gewissenlose Gen-Forscher Gott. Doch was geschieht mit den Menschen, die Opfer dieser Experimente sind?
 
 
 
 
 
 

Die Farbe meines Gesichts

Birgit Theresa Koch
Miriam Kwalanda


 

Miriam Kwalanda hat Glück gehabt. Geboren in der kenianischen Provinz, Strassenkind in Nairobi, Hure am Strand von Mombasa, erfüllt sich für sie der Traum vieler kenianischer Mädchen: Umworben von weissen Freiern entscheidet sie sich dafür, als Ehefrau eines "Stammgastes" aus dem Ruhrgebiet ins "reiche" Deutschland zu gehen.
Damit hat ihre riskante Gratwanderung zwischen den Welten, zwischen Gewalt und Sex, Selbstmordversuchen und unbändiger Lebensfreude ein vorläufiges Happy End gefunden.

Miriam Kwalanda und Birgit Theresa Koch erzählen mit authentischer Kraft, ohne Larmoyanz und mit schonungsloser Offenheit. Sie geben damit unserer westlichen Sicht auf die afrikanischen Verhältnisse eine neue Dimension.


 
 
 
 
 
 
Wüstenblume

Waris Dirie


 
Im Alter von fünf Jahren hat Waris Dirie die Qualen der Beschneidung erlebt - ein Ritual, an dessen Folgen ihre Schwester und zwei Cousinen gestorben sind. Waris Dirie wuchs in einer Nomadenfamilie in der somalischen Wüste auf.
Mit 13 lief sie fort, weil sie nicht den Mann heiraten wollte, den ihr der Vater zugesprochen hatte. Sie floh zu Verwandten nach Mogadischu und arbeitete vier Jahre als Hausmädchen bei ihrem Onkel in London.
Mit 18 wurde Waris Dirie als Model entdeckt. Sie posierte für Levi's, Revlon und l'Oreal, schritt über die Laufstege von Paris, Mailand und London und lebt heute in New York. Lange konnte sie mit niemandem darüber sprechen, was ihr in jungen Jahren geschehen war. Doch nach und nach reifte in Waris Dirie der Entschluß, ihre Leiden der Öffentlichkeit nicht mehr länger vorzuenthalten. Heute kämpft sie als Sonderbotschafterin der UNO weltweit gegen die Genitalverstümmelung von Frauen, die heute noch in 28 Ländern praktiziert wird.
Täglich werden 4.ooo junge Frauen beschnitten, auch in Deutschland; weltweit leiden 130 Millionen unter den Folgen dieses grausamen Eingriffs.
Waris Dirie: Eine Nomadin, die zu den begehrtesten Models der Welt gehört,
wurde zur Anwältin schweigender Opfer.
 
 
 
 
 
 
 
 
Weisst du eigentlich 
wie lieb ich dich hab?

Sam McBratney/
Anita Jeram


 
 

Der kleine Hase sollte ins Bett gehen, aber er hielt sich noch ganz fest an den
langen Ohren des großen Hasen.
Der kleine Hase wollte nämlich ganz sicher sein, dass der große Hase
ihm auch gut zuhörte.
"Rate mal, wie lieb ich dich hab", sagte er.
"Oh," sagte der große Hase, "ich glaub nicht, dass ich das raten kann."
 

"Bis zum Mond und wieder zurück haben wir uns lieb."
 
 
 
 
 
 
 
 

Der Hahn ist tot

Ingrid Noll


 

Sie hält sich für eine Benachteiligte, die ungerecht behandelt wird und zu kurz kommt. Mit zweiundfünfzig Jahren trifft sie die Liebe wie ein Hexenschuß.
Diese letzte Chance muß wahrgenommen werden, Hindernisse müssen beiseite geräumt werden.
Sie entwickelt eine bittere Tatkraft: Rosemarie Hirte, Versicherungsangestellte, geht buchstäblich über Leichen, um den Mann ihrer Träume zu erbeuten.
 
 
 
 
 
 
 
 

Der kleine Prinz

Antoine de 
Saint-Exupery


 
 

Das zentrale Thema dieser gedankentiefen und zartempfundenen Geschichte vom kleinen Prinzen ist die Aufhebung der Einsamkeit in der Freundschaft.
Der kleine Prinz ist nichts anderes als ein Teil von Saint-Exupery selbst, der der rationalen Sehweise der Erwachsenen, ihrer Besitzergreifung der Welt durch Zahlen, ihrer Art der Beweisführung und ihrer Logik in den Parabeln von der Rose und vom Fuchs das Gebot der Mitmenschlichkeit entgegenhält.

"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."
 
 
 
 
 
 
 
 

Der träumende Delphin

Sergio Bambaren 


 

Der junge Delphin Daniel Alexander ist ein Träumer, der ganz fest an die perfekte Welle glaubt.
Eines Tages verläßt er das sichere Riff seiner Artgenossen und macht sich auf
die selbstbestimmte Suche nach dem richtigen Leben.

Manche Dinge kann man nur mit dem Herzen sehen.

Was du tust ist wichtig, wichtiger aber ist, wovon du träumst - und dass du an
deine Träume glaubst.

Dies ist die Botschaft, die wir von dem träumenden Delphin lernen können.
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ich liebe eine Tigerente

Janosch


 
 

In diesem Buch erfahren wir viel über die Liebe.
Was ist Liebe?
Wo kommt sie her, wo führt sie hin? Was nützt sie uns oder wem?
Der lebenswichtige Berater auf dem Weg durch den Gefühlskosmos nicht nur von Tigerenten und Fröschen.

Das Geschenkbuch für alle, die lieben und geliebt werden.
 
 
 
 
 
 
 

Das Lächeln der Fortuna

Rebecca Gable


 

England 1360:
Nach dem Tod seines Vaters, des ehemaligen Earl of Waringham, reisst der
zwölfjährige Robin aus der Klosterschule aus und verdingt sich als Stallknecht auf dem Gut, das einst seiner Familie gehörte.
Als Sohn eines angeblichen Hochverräters zählt er zu den Besitzlosen und ist
der Willkür der Obrigkeit ausgesetzt.
Besonders Mortimer, der Sohn des neuen Earl, schikaniert Robin, wo er kann.
Zwischen den Jungen erwächst eine tödliche Feindschaft.
Aber Robin geht seinen Weg, der ihn schliesslich zurück in die Welt von Hof, Adel und Ritterschaft führt.
An der Seite des charismatischen Duke of Lancaster erlebt er Feldzüge, Aufstände und politische Triumphe - begegnet Frauen, die ebenso schön wie gefährlich sind.
Doch das Rad der Fortuna dreht sich unaufhörlich, und während ein junger, unfähiger König England ins Verderben zu reissen droht, steht Robin plötzlich wieder seinem alten Todfeind gegenüber...

Ein faszinierendes Ritterepos vor dem Hintergrund grosser Geschichte.
 
 
 
 
 
 
 
 

Die Gottestänzerin

Cornelia Canady


 

Als sich Cornelia Canady 1990 einer wissenschaftlichen Expedition zu den Pygmäen in der Zentralafrikanischen Republik anschliesst, ahnt sie noch nicht, dass diese Reise ihre gesamte Lebensplanung umwerfen wird.
Denn die Forschergruppe zerfällt nach einem Streit, und sie gelangt allein mit zwei einheimischen Führern in ein kleines Pygmäendorf, das ihr eine neue Heimat werden soll.
Cornelia und die Gottestänzer, wie sie sich selbst nennen, kommen sich nach anfänglichem Zögern schnell näher: Cornelia tauscht ihr Aspirin gegen die Geheimnisse der Urwaldapotheke ein, lernt die Menschen und ihre Sprache immer besser kennen und bekommt schliesslich sogar eine eigene Hütte.
Sie begleitet die Waldmenschen zum Nahrungssammeln, auf extrem gefährliche Jagden und erlebt den harten Überlebenskampf im Dschungel.
Doch die eigentliche Gefahr für die Pygmäen droht von aussen: Wilderer schiessen ihr Jagdrevier leer, um Elfenbein zu gewinnen und "Bushmeat" zu verhökern, und skrupellose Geschäftsleute holzen gnadenlos den Regenwald ab.
Cornelia wird schnell klar: Sie muss ihren neuen Freunden helfen. Kurz entschlossen gibt sie alles in Deutschland auf und zieht in die Zentralafrikanische Republik.
Dort initiiert sie verschiedene Hilfsprojekte, um den Pygmäen eine neue Lebensgrundlage zu schaffen. Als nichts richtig klappt, kann sie starke Partner gewinnen: den WWF und die UNO. Trotz des immer wieder aufflammenden Bürgerkrieges kämpft sie weiter, denn sie weiss: Wenn sie nichts bewegt, wird sie eine der Letzten sein, die noch vom ursprünglichen Leben der Gottestänzer berichten können.